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Wrack und Insel
Ein Text von J.B. Stoney aus dem 19. Jahrhundert, immer noch aktuell:Das Wrack
Der Mensch selbst ist geboren, um zu sterben. Er kommt hervor in Blüte und Frische wie eine Blume. Zuletzt aber verwelkt und verdorrt er durch die gleichen Umstände, denen er zuerst erfolgreich widersteht. In seiner Geschichte ist der Mensch wie ein Schiff. Am Anfang geleitet er triumphvoll auf der Wasseroberfläche dahin. Schließlich, mag die Reise kurz oder lang sein, sinkt und verschwindet er.
„Und so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben“ (Römer-Brief Kap. 5, V. 12). „Und es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben“ (Hebräer-Brief 9, 27). Wie glänzend und nützlich auch ein Mensch seinen Weg hier gestalten mag, indem er die Gewalt abwehrt, der er unterliegen könnte, es kommt doch der Tag, an dem er sich der Macht des Todes beugen muss.
In seinen besten Tagen ist der Mensch wie ein hübsch geputztes Segelschiff. Früher oder später muss es ein Wrack werden. Je größer und herrlicher das Schiff, um so größer das Wrack. Der Mensch muss als Wrack enden, denn er ist ein Sünder und der Lohn der Sünde ist der Tod. Der Tod ist dem Menschen bestimmt wegen der Sünde.
„Danach aber das Gericht“ (Hebr 9, 27). „Dies ist der zweite Tod“ (Offenbarung 20, 14).
Die Insel
„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes-Evangelium 3, 16). Er sandte seinen Sohn, der nicht Mensch war, ehe er hernieder kam. Er betrat diese Erde, geboren von einer Frau, um das auf dem Menschen lastende Gericht zu tragen. Er, der keine Sünde kannte, tauchte bis zum Grund hinein in das Meer von Tod und Gericht, in dasselbe Meer, in das der Mensch immer tiefer hineinsinkt. Er aber, indem er durch die Kraft seines eigenen Lebens hervorkam, ist nun die Insel, auf der jeder landen kann.
Er ist der eine, „den Gott dargestellt hat als ein Sühnmittel durch den Glauben an sein Blut, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit ... dass er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist (Röm 3, 25.26). „Und durch diesen wird euch Vergebung der Sünden verkündigt und von allem ... wird in diesem jeder Glaubende gerechtfertigt“ (Apostelgeschichte 13, 38.39). Durch den Glauben an ihn verlasse ich um der Insel willen das Wrack, oder das Schiff, das zum Wrack bestimmt ist. Und nachdem ich in der Kraft des Heiligen Geistes Leben empfangen habe, bin ich frei in einem neuen Bereich. Für mich gibt es „keine Verdammnis“ mehr (Röm. 8, 1).
Wenn Sie der Insel nicht vertrauen, dann bleiben Sie in dem Wrack, Wenn Sie aber an Christus glauben, der auferstanden ist aus Tod und Gericht, dann werden Sie den Menschen aufgeben, der unter Gericht ist. Wie der Räuber an dem Kreuz (Lukas-Evangelium 23, 41) werden Sie sagen: Ich werde zu Recht verdammt - ich, der Mensch, das Wrack. Ich empfange, was meine Taten wert sind, „dieser aber (Jesus Christus) hat nichts Ungeziemendes getan“. Sie verlassen das Wrack und betreten die Insel. Sie geben sich selbst auf um des Heilandes willen.
„Der unserer Übertretungen wegen hingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist" (Röm 4, 25). Dieser Mensch ist der eine für Sie, Ihr Leben und Ihr ewiges Teil. „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn" (Röm 6, 23). Der Tod stiert dem Menschen ins Angesicht und all die menschliche Wissenschaft kann ihn nicht aus der tödlichen Schlinge herauszerren. Das Evangelium ist, dass Gott in Jesus alles für den Gläubigen tut. Können Sie etwas anstelle dessen vorbringen?
Jemand sagte mir, er glaube das nicht. „Nun“, antwortete ich, „können Sie etwas an dessen Stelle einsetzen? Haben Sie ein anderes Rettungsmittel?“ – „Nein!“ – „Sie haben kein Rettungsmittel“, sagte ich, „und doch glauben Sie nicht an die einzige Errettung, die bereitet worden ist“. Das Evangelium ist das einzige Rettungsmittel. Das ist der große Schluss, zu dem wir kommen müssen. Gott bietet das Evangelium an: Etwas, das nicht seinesgleichen hat.
Das Angebot Gottes ist das Wunderbarste, was es je auf dieser Erde gab. Der Mensch kritisiert es aber so sehr, dass man daran die Wahrheit der Schrift erkennen kann, die sagt: „Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott!“
Wenden Sie sich doch nicht ab von einer so großen Errettung. Als der Kerkermeister fragte: „Was muss ich tun, damit ich errettet werde?“, sagte Paulus: „Glaube an den Herrn Jesus und du wirst errettet werden, du und dein Haus“.
So frage ich Sie: Wollen Sie hinweggehen und Gottes Anerbieten verschmähen? Der Herr möge in seiner unumschränkten Barmherzigkeit geben, dass dies das Ergebnis seines Wortes sei, dass Sie befreit werden aus dem Zustand voller Elend, in dem Sie durch die Sünde gekommen sind.
„So wahr ich lebe, spricht der Herr, Gott, ich habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern dass der Gottlose von seinem Weg umkehre und lebe!
Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen! Denn warum wollt ihr sterben?“ (Hesekiel 33, 11)
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